Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und wollte nach meiner positiven Erinnerung an den ersten Band sofort mit dem Lesen beginnen. Rückblickend hat mir Teil eins wirklich gut gefallen, weshalb meine Erwartungen an den zweiten Band entsprechend hoch waren. Zusätzlich wurde meine Neugier dadurch verstärkt, dass man in den sozialen Medien sehr viel gutes über die Fortsetzung gelesen und gehört hat.
Leider hatte ich große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Obwohl die Handlung direkt an das Ende des ersten Teils anknüpft, wollte für mich einfach kein richtiger Lesefluss entstehen. Der Einstieg fühlte sich holprig an, und ich hatte das Gefühl, keinen richtigen Anschluss an die Handlung und die Entwicklungen zu finden.
Ein weiterer Punkt, der meine Freude eingeschränkt hat, war der sehr starke Fokus auf das Thema „Seelengefährten“. Das nahm für meinen Geschmack einfach zu viel Raum ein und wirkte stellenweise überladen. Auch der Spice-Anteil empfand ich überraschenderweise als anstrengend und teilweise zu präsent. Das hat mich selbst etwas überrascht, da ich normalerweise nichts gegen viel Spice habe – hier hat es für mich jedoch eher von der eigentlichen Geschichte abgelenkt.
Positiv hervorheben möchte ich dennoch ganz klar die Charaktere. Besonders Saeris hat mir erneut sehr gut gefallen. Sie wird als starke, eigenständige Protagonistin dargestellt und es hat mich gefreut zu sehen, dass sie sich im Laufe der Geschichte nicht verbogen oder grundlegend verändert hat. Ihr Biss, ihre Entschlossenheit und ihre innere Stärke sind bis zum Ende erhalten geblieben, was sie für mich weiterhin zu einer sehr authentischen Figur macht.
Ebenfalls ein echtes Highlight war für mich wieder Carrion Swift. Seine humorvolle, schlagfertige Art lockerte viele Szenen auf und sorgte für mich für Leichtigkeit. Seine Dialoge und Sprüche haben mich wirklich oft zum Lachen gebracht haben und mir das Weiterlesen erleichtert. Jedes Kapitel mit ihm hatte einen besonderen Unterhaltungswert.
Der zweite Band konnte meine hohen Erwartungen leider nicht ganz erfüllen. Trotz des direkten Anschlusses an den ersten Teil fiel mir der Einstieg schwer, und ich fand nur langsam in die Geschichte hinein. Wie am Anfang schon gesagt, fand ich den starke Fokus auf das Thema Seelengefährten sowie der sehr präsente Spice-Anteil eher anstrengend.
Punkten konnte das Buch jedoch mit seinen Charakteren: Saeris überzeugt erneut als starke Protagonistin, die sich treu bleibt und ihren Biss nicht verliert. Auch Carrion Swift war ein echtes Highlight – seine humorvolle Art und seine Sprüche sorgten immer wieder für unterhaltsame Momente.
Insgesamt eine solide Fortsetzung mit Stärken bei den Figuren, aber Schwächen im Erzählfluss und in der Schwerpunktsetzung, weshalb es für mich bei 2 1/2 bis 3 von 5 Eulen bleibt.







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